Herscheid – Uwe Schmalenbach hat früh für klare Verhältnisse gesorgt: Der 47-Jährige hat gut ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl verkündet, dass er sich erneut um das Amt des Bürgermeisters bewerben und als parteiloser Kandidat ins Rennen gehen wird. Die Entscheidung, die er nach Rücksprache mit der Familie getroffen hat, sei eine leichte gewesen. Die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahren sei bemerkenswert positiv, diese weiter mitbegleiten zu können, sei sein fester Wunsch und Wille, sagt Schmalenbach, der sich auf Wochen und Monate des aktiven Wahlkampfes vorbereitet. 
Begonnen hatte seine Amtszeit als Bürgermeister mit einem empfindlichen Nackenschlag: Er war nur zwei Tage im Amt, da brannte am 23. Oktober 2009 das Rathausdach. Aufgrund dieses Feuers konnte der Betrieb im Rathaus zunächst nur provisorisch und mit einigen Einschränkungen aufrecht erhalten werden. Dieses erste Jahr sei problematisch gewesen, blickt Schmalenbach mit gemischten Gefühlen zurück.

Dennoch konnte er früh Erfolge aufweisen: So erinnert er sich an die Gespräche mit der Bezirksregierung Arnsberg im Rahmen der Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes. Dieses Konzept trägt den Namen „Herscheid 2025“ und hat dazu beigetragen, dass die Gemeinde bei der Umsetzung von Großprojekten wie dem Umbau der Dorfwiesen und des Alten Schulplatzes die notwendigen Fördermittel erhielt.

Diese Maßnahmen haben maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung beigetragen. Weitere Projekte stehen unmittelbar vor der Realisierung, daher ist es dem Bürgermeister eine Herzensangelegenheit, auch die Weiterentwicklung des Bildungszentrums am Rahlenberg und der Gemeinschaftshalle begleiten zu können. Doch auch die Freibadsanierung, die Stärkung des Ortsteils Hüinghausen (nach der anstehenden Schließung der dortigen Grundschule), der Regionale-Prozess und nicht zuletzt die Haushaltskonsolidierung seien zukünftige Herausforderungen, denen er sich im Dienst der Bürger stellen möchte. Zudem will er ein Versprechen aus seiner Anfangszeit einlösen: Nachdem seine Vorgänger Karl Peter Heinz und Lothar Schütz nur jeweils fünf Jahre im Amt waren, wollte Schmalenbach für mehr Kontinuität an der Verwaltungsspitze sorgen. Nach seiner ersten Wahl im August 2009 und der Wiederwahl im Mai 2014 hofft Schmalenbach auf einen dritten Wahlerfolg im nächsten Jahr.